Tobias Weinreuter kehrt als Coach zum SVS zurück!

Seine Kindheitstage verbrachte er in Schluchtern, das erste Trikot war das des SV Schluchtern. Es folgte der Umzug nach Massenbachhausen und die sportlichen Stationen SV Massenbachhausen, VfB Eppingen, SV Schluchtern und Neckarsulmer Sport-Union. Jetzt kehrt Tobias Weinreuter in diesem Sommer zum aktuellen Landesliga-Tabellenneunten zurück, übernimmt dort den Posten des Trainers. Für den 31-Jährigen schließt sich damit ein Kreis.

Aktuell spielt Weinreuter noch beim nordbadischen Verbandsligisten VfB Eppingen, sammelte davor drei Jahre erste Erfahrungen im Übungsleiterjob als Spielertrainer beim Bezirksligisten SV Massenbachhausen.

„Vor zwei Wochen hat Fatih Ceylan mitgeteilt, dass er uns zum Saisonende verlässt“, berichtet der stellvertretende SVS-Abteilungsleiter Wolfgang Hamann. Noch im Februar wurde der Vertrag mit dem Spielertrainer verlängert. „Ich bin der Meinung: Reisende soll man nicht aufhalten“, sagt Hamann. Mitte April ist der Trainermarkt weitgehend leergefegt. Zu dieser Zeit einen geeigneten Nachfolger für die neue Saison zu finden, fällt schwer. „Abteilungsleiter Guido Hutt und ich sind schnell auf die Idee gekommen, bei Tobias anzufragen. Innerhalb von einer Woche ist alles über die Bühne gegangen“, erzählt Hamann.

Der frühere Schluchterner ist keine Notlösung, sondern ein Wunschkandidat. Am Donnerstag unterschrieb Weinreuter seinen Vertrag und übernimmt am 1. Juli sein Amt. „Ich wusste ja von der Verlängerung von Ceylan und war daher von der Anfrage überrascht“, sagt Weinreuter. „Mit Eppingen war schon fast klar, dass ich als Spieler ein weiteres Jahr zur Verfügung stehe. Die Verantwortlichen haben mir aber keine Steine in den Weg gelegt.“

Weinreuter sieht seine kommende Aufgabe als sportliche Herausforderung. Ob in der Landesliga oder der Bezirksliga, das zeigen die verbleibenden sechs Spiele. „Es war klar, dass ich den VfB Eppingen nicht verlassen werde, um bei einem anderen Verein zu spielen“, sagt Weinreuter, dass er „ausschließlich“ als Trainer von der Seitenlinie aus agieren werde. Vom Klassenerhalt des SVS ist er eigentlich überzeugt. „Die Landesliga ist ein Grat, wo man als Spielertrainer über seinen Akteuren stehen sollte. Für mich ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt gekommen, meine Karriere als Spieler zu beenden.“

Doch noch trägt Weinreuter das Trikot des VfB Eppingen. Dort will er sich „mit Anstand verabschieden“ und in den restlichen Begegnungen dieser Saison alles zu einem möglichst erfolgreichen Abschneiden beitragen. Parallel ist der Massenbachhausener, dessen Opa Kassier beim SVS ist, in Schluchtern in die Planungen für die Saison 2018/2019 eingebunden.

Vier Stammspieler werden den Verein verlassen. Da wird adäquater Ersatz benötigt. „Unser Kader steht bereits zu 80 Prozent“, will Hamann aber noch keine Namen von Neuzugängen nennen. „Von mir gibt es keine Wasserstandsmeldungen. Namen werden erst genannt, wenn alles unter Dach und Fach ist.“

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