Nullnummer gegen Crailsheim

Der SV Schluchtern hat mit dem 0:0 am Samstagnachmittag gegen den Liga-Dritten TSV Crailsheim mehr erreicht, als viele dem abstiegsbedrohten Landesligisten gegen spielstarke Hohenloher zugetraut hatten, letztlich könnte der eine Punkt für den Klassenerhalt zu wenig sein. „Was das Ergebnis wert ist, werden wir spätestens in zwei Wochen wissen“, hat SVS-Torhüter Fabian Guttleber, der beste Spieler auf dem Platz, die Hoffnung auf den Klassenerhalt vor den letzten Partien bei der TSG Öhringen und gegen Oeffingen noch nicht aufgegeben. „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“ Die Nullnummer führte den SVS von Rang 13 auf 14.

Guttleber war es, der den einen Punkt mit etlichen Paraden festhielt. Hätten seine Teamkollegen vor dem gegnerischen Tor nur halbwegs so geglänzt, wie der Spielführer in seinem Fünfmeterraum, es wären drei Zähler geworden. „Tore kann ich keine schießen, sondern nur versuchen, meine Mannschaft im Spiel zu halten“, sagte Guttleber, der seine Mannschaftskameraden aber nicht tadelte, sondern lobte. „Ich bin stolz auf die Jungs, die nach der Niederlage in Allmersbach diesmal gekämpft und die richtige Einstellung gezeigt haben. Diese Leistung hätten wir in dieser Saison öfters gebraucht.“

Roter Faden Tobias Weinreuter hatte zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. „Im ersten Durchgang hat Crailsheim mehr Druck gemacht. 20 Minuten waren von uns ganz in Ordnung, danach können wir uns bei Fabi bedanken, nicht mit einem Rückstand in die Pause gegangen zu sein“, bilanzierte der Trainer. „Danach habe ich meine Jungs offensiver eingestellt. Wir kamen zu guten Chancen, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, die wenigen klaren Möglichkeiten werden zu selten genutzt.“

In der 27. Minute fischte Guttleber einen Schuss von Dennis Schwenker aus dem Winkel, rettete danach im Eins-gegen-Eins gegen Jörg Philipp Munz und parierte auch den Nachschuss von Schwenker (32.). Der Keeper lenkte zudem einen Schuss von Marc Wagemann über die Latte (35.), bereinigte eine weitere brenzlige Situation (39.) und war dann gegen Daniele Hüttl zur Stelle. Das 0:0 zur Pause war für den SVS schmeichelhaft, der nur zu einem aussichtsreichen Abschluss kam, doch der Schuss von Sercan Agargün wurde von TSV-Keeper Lars Albig abgewehrt.

Führung verpasst Nach dem Seitenwechsel dominierte Schluchtern die Partie weitgehend. Erst scheiterte Pascal Wylezik mit einem Schuss von links um Haaresbreite (47.), dann war Albig bei einer Vorlage von Wylezik eher am Ball als Philipp Sturm (49.). Agargün kam gegen den Keeper ebenfalls einen Schritt zu spät (51.). Im weiteren Verlauf verpassten Philipp Matyssek (68.) und erneut Wylezik (74.) in aussichtsreicher Position die Führung für Schluchtern.

In den letzten Minuten glänzte dann auf der anderen Seite nochmals Guttleber bei zwei, drei Schussversuchen der Gäste. Am Ende war es nach abwechslungsreichen 90 Minuten ein leistungsgerechtes Unentschieden. „Dieser eine Punkt hat uns zumindest nächste Woche in Öhringen ein Halbfinale um den Klassenerhalt beschert“, blickte Weinreuter voraus. „Wobei es für uns wohl nur noch um den Relegationsplatz geht.“

SV Schluchtern: Guttleber, Cauteruccio (87. Wünsch), Hofmann, Martel, Reichert, Agargün (82. Weber), Leo. Wylezik, Asllani, Matyssek, Bechtel, Sturm (73. Zafer).

Schiedrichter: Lars Schulmeister (TSV Hirschau, SRG Tübingen). Zuschauer: 140.

Comments (1)

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