2:2 gegen Pfedelbach

Es war ein Unentschieden, das vor allem den TSV Pfedelbach jammern ließ. Das Landesliga-Kellerduell zwischen dem SV Schluchtern und den Hohenlohern endete 2:2. Wobei die Gastgeber eine 2:0-Führung verspielten. Der Kampf um den Klassenerhalt geht für beide Mannschaften weiter. Der SVS steht vor den letzten vier Partien auf Platz 14. Pfedelbach ist Zehnter, drei Punkte vor dem Relegationsrang zwölf.

„Wir mussten froh sein, die Anfangsphase unbeschadet überstanden zu haben, gehen dann aber unverhofft 2:0 in Führung“, bilanzierte SVS-Trainer Tobias Weinreuter. „Bei uns hat die Zuordnung in der Defensive oft nicht gepasst. Fürmein Team war es letztlich ein glücklicher Punktgewinn.“ Dass seine Mannschaft einen 0:2-Rückstand wett machte, war dem Pfedelbacher Coach Martin Wöhrle nur ein schwacher Trost. „Das Ergebnis ist für uns nicht zufriedenstellend“, klagte Wöhrle. „Wir haben das Spiel zu 80 Prozent beherrscht, aber viele Chancen ungenutzt gelassen.“

Rettungstat Nach verhaltener Anfangsphase mit optischen Vorteilen für Pfedelbach hätte Kevin Schmidgall die Gäste nach 18 Minuten in Führung bringen müssen. Doch bei dessen Schuss rettete Robin Hofmann kurz vor der Linie. Nur wenig später scheiterte Jens Schmidgall, in aussichtsreicher Position brachte er zu wenig Druck hinter den Ball.

Eine halbe Stunde war gespielt, da brannte es erneut lichterloh im Strafraum der Platzherren. Diesmal verpasste Julian Krämer bedrängt von Sercan Arargün die Pfedelbacher Führung. Wobei nicht nur Wöhrle ein elfmeterreifes Foul an Krämer gesehen hatte. Keine zwei Minuten später scheiterte Kevin Schmidgall aus sechs Metern an SVS-Keeper Tim Haiges. Quasi im Gegenzug fiel das 1:0. TSV-Schlussmann Sascha Arnold wehrte zunächst einen Schuss von Fabian Weber ab, den Abpraller drosch Corin Bechtel unhaltbar ins Netz.

In der 39. Minute wurde Schluchterns Philipp Sturm im Zentrum clever freigespielt, kam dann gegen den herauseilenden Arnold zu Fall. Schiedsrichter Vincent Schöller entschied auf Strafstoß. Eine zweifelhafte Entscheidung. Leotrim Asllani war es egal, er verwandelte zum 2:0. „Schade, dass der Schiedsrichter in entscheidenden Situationen stets gegen uns entschieden hat“, sagte Wöhrle. Die eine Mannschaft bestimmt das Spiel, die andere erzielt die Tore, so ist das manchmal im Fußball. Doch Fußball ist auch, dass sich das Blatt wenden kann. In der 42. Minute erzielte Blondowski das 2:1. Mit einem verlorenen Luftkampf und Ball hatte der SVS das Gegentor selbstverschuldet.

Die zweite Halbzeit war drei Minuten alt, da fiel das 2:2. Nach einer Freistoßflanke war erneut Blondowski mit dem Kopf zur Stelle. Ein Treffer, der die Lufthoheit der Gäste dokumentierte und der Weinreuter gewaltig ärgerte. „Da stand der völlig falsche Spieler bei Blondowski. Das war anders zugeteilt.“

Hochkärater In der Folgezeit spielte fast nur noch der TSV Pfedelbach, der zu weiteren Chancen kam, darunter auch zwei, drei Hochkaräter. Doch der verdiente Siegtreffer wollte nicht fallen. Schluchtern sorgte dagegen nur noch einmal für echte Gefahr. Nach einem Klärungsversuch von Arnold an der Strafraumgrenze landete der Ball bei Simon Wörner, der aus knapp 40 Metern das leere Tor knapp verfehlte. Die letzte Möglichkeit gehörte nochmals den Gästen. Julian Krämer scheiterte mit einem Heber über Haiges, Robin Hofmann bereinigte die Situation im Fünfmeterraum.

„Wir haben zwei Punkte verloren“, haderte Martin Wöhrle mit dem Ergebnis, während Tobias Weinreuter seine Personalsituation beklagte. Francesco Cauteruccio wie auch Pascal Wylezik verletzten sich vor dem Spiel beim Aufwärmen, konnten ebenso nicht eingesetzt werden wie der rotgesperrte Stammkeeper Fabian Guttleber. Und dann musste nach einer Viertelstunde auch noch Tolga Kilic verletzt ausgewechselt werden. „Der Ausfall von vier tragenden Säulen ist nicht zu kompensieren“, sagte der SVS-Trainer.


SV Schluchtern:
 Haiges, Martel, Kilic (16. Weber), Hofmann, Ebert, Matyssek, Reichert, Agargün (70. Wörner), Leo. Asllani, Bechtel (90. Wünsch), Sturm.

TSV Pfedelbach: Arnold, Hütter, Hilkert, Steigauf, Lück, Uzuner, J. Schmidgall, K. Schmidgall (60. Cebulla), Gebert, Krämer, Blondowski.

Tore: 1:0 (32.) Bechtel, 2:0 (39. Foulelfmeter) Asllani, 2:1 (42.) Blondowski, 2:2 (53.) Blondowski. Zuchauer: 110. Schiedsrichter: Vincent Schöller (SRG Calw).

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