1:2 Niederlage im Derby gegen Leingarten

as Landesliga-Derby zwischen dem SV Leingarten und dem SV Schluchtern am Sonntagnachmittag war nichts für schwache Nerven. Gastgeber Leingarten führte bis zur ersten Minute der Nachspielzeit 1:0, musste dann den Ausgleich hinnehmen, um vier Minuten später durch einen Elfmeter von Tim Beckbissinger doch einen umjubelten 2:1-Sieg feiern zu dürfen.

„Gigantisch, ein super geiles Gefühl, wenn man nach dem späten Ausgleich doch noch gewinnt“, war SVL-Abteilungsleiter Manfred Geier in Feierlaune. „Über das ganze Spiel gesehen war der Sieg verdient, da wir die besseren Chancen hatten. Dieser Erfolg wird uns sicherlich viel Selbstvertrauen geben.“

Der SVL hat für die Duelle gegen den Gemeinde-Rivalen zwei Punkte-Garanten in seinen Reihen. Beckbissinger war schon beim Unentschieden im Hinspiel gefeierter Torschütze, traf da in der 86. Minute zum 3:3. Stephan Ostfalk ist der zweite Erfolgsfaktor. Wie beim ersten Aufeinandertreffen, da noch für Matthias á´Tellinghusen, musste der Assistenztrainer erneut an der Seitenlinie aushelfen. Diesmal für den grippe-erkrankten neuen Chefcoach Heiko Bachmann.

Für Leingarten war es nach zwei Niederlagen der erste Sieg im Jahr 2018. Der Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsrang hat sich auf drei Punkte verringert. Der SV Schluchtern hat zwei Zähler mehr als der SVL und ist Tabellendreizehnter geblieben.

Kampfspiel Die Partie auf dem unebenen Rasenplatz war geprägt von Kampf und Einsatzwillen. Beide Teams schenkten sich rund um den Mittelkreis nichts, gefährliche Strafraumszenen waren daher Mangelware. Kurz vor der Pause gelang Leingarten der erste ernstzunehmende Angriff, den Yannick Titzmann nach Vorarbeit von Dominik Rieker zum 1:0 (45.) abschloss.

Auch die zweiten 45 Minuten spielten sich im Mittelfeld ab. Leingarten hatte durch Hagel und Titzmann Chancen um auf 2:0 zu erhöhen. Schluchtern scheiterte ein Mal am glänzend parierenden Leingartener Keeper Randaccio.

Bis in die Nachspielzeit waren dies die einzig erwähnenswerten Torannäherungen, wobei Gastgeber SV Leingarten nach einer Gelb-Roten Karte ab der 84. Minute in Unterzahl spielte. In der 91. Minute führte ein abgefälschter Schuss von Tolga Kilic zum 1:1. Vier Minuten danach brachte Taylan Nogaybel Jan-Hendrik Hoyer zu Fall. Beckbissinger legte sich den Ball zum Strafstoß zurecht und verwandelte. Der Rest war grenzenloser Jubel des SV Leingarten, während die Akteure des SVS mit gesenkten Köpfen vom Platz schlichen.

Klarer Elfer „Das war absolut ein hundertprozentiger Elfmeter“, sagte Geier. Diese Ansicht teilte auch Wolfgang Hamann, Pressesprecher des SV Schluchtern, sah die daraus resultierende Gelb-Rote Karte für Taylan Nogaybel aber als völlig überzogen an. „Es war ein Foul, aber Taylan ist ausgerutscht, es war keine Absicht dabei.“ Den Erfolg für die Gastgeber unterschrieb aber auch Hamann. „Der Sieg für Leingarten war nicht unverdient. Der SVL hat den größeren Siegeswillen gezeigt“, sagte Hamann. „Wir sind dagegen erst in der letzten Viertelstunde aufgewacht.“ tok/red

SV Leingarten: Randaccio, Hagel, Beckbissinger, Czok, Geiger, Hartmann, Hauff, Zamzow (75. Gashi), Weigelt (90. Karr), D. Rieker (71. N. Rieker), Titzmann (61. Hoyer). SV Schluchtern: Guttleber, Häffele, Nogaybel, Cauteruccio, Ceylan, Matyssek, Kilic, Müller, Yilmaz (46. Erdem), Reinecke (46. Reinecke), Li. Asllani. Schiedsrichter: J. Steckenbach. Zuschauer: 250.

 

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